2. Weinstock und Rebe

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ (Johannes 15,5)
Diese scheinbare Abhängigkeit ist für mich eine große Entlastung. Ich muss nichts aus eigener Kraft hervorbringen. Es ist alles sein Werk. Ich bin nur eine Durchgangsstation zwischen ihm und den Früchten.

Ich komme aus Franken und da gibt es viel Wein,
und in der Heimat Jesu scheint es ähnlich zu sein.
Deshalb hat er wohl dieses Gleichnis gewählt
und den Jüngern die Geschichte vom Weinstock
und den Reben erzählt.

Dieses Gleichnis macht mir deutlich, wer ich bin:
ein langer und schmaler Ast, zerbrechlich und dünn.
Mein Auftrag, der lässt sich in einem Satz beschreiben:
durchlässig und mit ihm in Verbindung zu bleiben.

Und trägt diese Rebe irgendeine Frucht,
dann ist das nicht mein Werk, das ist klar.
Ich habe nur seine Nähe gesucht,
wenn es nicht umgekehrt war.

Jede Rebe braucht dann und wann
irgendetwas, an dem sie sich festhalten kann.
In meinem Leben hab´ ich diesen Draht gefunden
und mich an vielen Stellen fest daran gebunden.

Die Worte der Bibel, sind sie auch noch so alt,
sind meine Stütze, meine Führung, mein Halt.
Sie bewahren mich davor, wilde Triebe zu treiben,
und wenn ich schwach bin,
muss ich nicht am Boden liegen bleiben.

Und trägt diese Rebe …

Und immer wieder wurde ich beschnitten,
und was habe ich unter den Verlusten gelitten.
Allmählich habe ich gelernt zu vertraun
und nicht so sehr auf mich,
sondern mehr auf den Weinstock zu schaun.

Denn trägt diese Rebe …

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