7. Es ist mir alles zu viel

Als ich mich am Ende meiner Exerzitien über den vollen Terminkalender beklagte, der zu Hause auf mich wartete, sagte die geistliche Begleiterin ganz trocken zu mir: „Ja, wer schreibt denn das alles da rein?“

Es ist mir alles, alles, alles zu viel.
Das ist nicht das Leben, das ich leben will.
Es ist mir alles, alles, alles viel zu viel,
viel zu viel, viel zu viel.

Du hast gesagt, deine Lasten sind leicht,
aber meine Belastungsgrenze ist längst erreicht.
Und so stelle ich mir die ehrliche Frage,
was für Lasten ich da eigentlich trage,
wer oder was hält mich denn so auf Trab?
Wenn sich nicht bald etwas ändert, mache ich schlapp.

Es ist mir alles …

Dieses Mammutprogramm ist mir viel zu schwer,
und die Allerjüngste bin ich auch nicht mehr.
Ich jage von einem zum nächsten Termin,
wofür ich ja letztlich ganz allein verantwortlich bin.
Deshalb kann wohl auch nur ich was dagegen tun.
Ich bin gegen diesen Stress einfach nicht immun.

Es ist mir alles …

Wessen Erwartungen sind das, die ich erfülle?
Und welche davon sind auch tatsächlich dein Wille?
So hole ich meinen Kalender und fang an zu streichen,
und allmählich beginnt der Druck in mir zu weichen.
Und ich entdecke, dass ich entbehrlich bin.
Und das ist gar kein Verlust, das ist ein Gewinn.

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