8. Verzeih

„Liebe Gott von ganzem Herzen, mit deiner ganzer Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken und deinen Nächsten wie dich selbst.“ (Lukas 10,26-27)
Gottesliebe, Nächstenliebe und Selbstliebe müssen in einer Balance stehen, damit unsere Seele gesund bleibt. Vor vielen Jahren hörte ich eine Predigt über diese Bibelstelle. Der Prediger forderte dazu auf, sich zu fragen, welche Liebe in unserm Leben zu kurz kommt, und er empfahl, für diese Vernachlässigung um Vergebung zu bitten. Daraus ist dieses Lied entstanden.

Du stehst mir nah, mehr als sonst irgendwer.
Doch nah bei dir zu sein fällt mir so schwer.
Man könnte fast meinen, du wärst mir egal.
Was du fühlst und brauchst int´ressiert mich nur marginal.

Verzeih, dass ich vergaß, dich zu lieben
und dachte, du seist es nicht wert.
Beinah wärest du auf der Strecke geblieben,
weil ich dich viel zu wenig geehrt.

Ich habe oft viel zu viel von dir verlangt
und dabei meist nur um das Wohl der andern gebangt.
Ich habe versäumt, dich freundschaftlich zu unterstützen
und dich vor Grenzüberschreitungen zu schützen.

Verzeih …

Dabei wusste ich doch genau um Gottes Gebot:
Haltet die Liebe zu Gott, dem Nächsten und euch selber im Lot.
Doch den letzten Teil hatte ich glatt übersehn.
Sich selbst nicht zu lieben ist auch ein Vergehn.

Verzeih …

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.