13. Du bist die Quelle des Lebens

Du bist die Quelle des Lebens,
übersprudelnd, immer wieder neu.
Niemand sucht dich vergebens.
Wer zu dir aufbricht, dem hilfst du dabei,
denn du willst, dass wir dich finden,
uns an gar nichts anderes mehr binden,
so gut und fromm und wichtig es auch sei.
Wer abhängig von dir ist, der ist frei.

Aber ich, in meinem Stolz, habe Zisternen
aus meiner eignen Kraft gebaut.
Wie konnte ich mich nur von dir entfernen?
Meine Quelle, warum habe ich nicht auf dich vertraut?

Du bist die Quelle des Lebens …

Aber ich in meinem Stolz weiß alles besser,
lebe so gerne autonom,
ich schöpfe aus meinem eigenen Gewässer
und schneide mich ab von dir, dem lebendigen Strom.

Du bist die Quelle des Lebens …

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