8. Wut, du tust mir gut

Wut, du tust mir gut,
du ungestüme Regung!
Wut, du machst mir Mut,
du bringst mich in Bewegung.
Du machst mich bereit,
neue Wege zu gehn.
Endlich bin ich soweit,
zu dir zu stehn,
oh Wut, du tust mir gut.

Früher warst du für mich gleichbedeutend mit schlecht.
Wütend zu sein, dazu gab es kein Recht.
Du warst streng verboten, ich hab dich mir versagt,
da hast du still und leise meine Seele angenagt.
Du machst mir ziemlich deutlich, es ist nicht geschickt,
wenn man dich andauernd unterdrückt.

Wut, du tust mir gut …

Ich hatte dich jahrelang eingesperrt,
und ich dachte, du wärst nichts wert.
Ich hielt dich für lästig, du schienst zu nichts nutz,
bis ich entdeckte, du bist mir ein Schutz.
Wie sehr ich dich brauche, wusste ich nie,
hatte keine Ahnung von deiner Energie.

So hab ich beschlossen, dich nicht mehr zu hassen
und dich herzklopfend aus dem Käfig rausgelassen.
Für deine Existenz muss ich mich nicht schämen.
Der Heilige Geist in mir wird dich schon zähmen.
Auch wenn du hin und wieder dumme Sachen anstellst,
muss ich bekennen, dass du mir gefällst.

Wut, du tust mir gut …

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