1. Wo ist der Himmel?

1. Wo ist der Himmel? 

„Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist.“ (Röm 14,7) 
Das heißt für mich: Hier wird meine hungrige Seele satt.

Wo ist der Himmel? Der Himmel ist hier.
Wo ist der Himmel? Der Himmel ist hier,
mitten unter uns, bei dir und mir, bei dir und bei mir.

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2. Plan B

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“ (Röm 8,28)
Bis das Beste erkennbar wird, kann es viele Jahre dauern.
Manches werden wir vielleicht erst im Himmel erkennen.

„Der Mensch plant und Gott lacht.“
Wer hat sich diesen dummen Satz nur ausgedacht,
als würdest du dich über unser Scheitern freun.
Das kann nicht sein.
Ist in meinem Leben Plan A gescheitert,
hast du immer meinen Horizont erweitert.
In meine eingeschränkte menschliche Sicht
brachtest du Licht.

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3. Familie Meier

Im Kapitel über die Verteilung der Güter schreibt der Heilige Benedikt in seiner Klosterregel sinngemäß Folgendes: Jeder Bruder soll bekommen, was er braucht. Und wenn dein Bruder mehr hat als du, sei nicht traurig, sondern danke Gott, dass du es nicht brauchst. In dieser Haltung steckt eine große Freiheit.

Sie haben ‘ne Dreifachgarage gleich neben dem Haus,
doch für Meiers ihren Fuhrpark reicht das nicht aus.
Mit seinem großen Schlitten ist er schnell im Büro
und im Sommer fährt Herr Meier ein Cabrio.
Für die Gattin muss es ein Kleinwagen sein.
Denn dann kommt sie beim Shoppen in jede Parklücke rein.

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4. Deine Kraft

„Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ (2. Kor 12,9) 
Was für eine tröstliche Verheißung im Hinblick auf das Älterwerden.

So manches, was ich gerne tu,
gelang mir früher wie im Nu,
doch jetzt nicht mehr.

Ein Leben voll Aktivität
von morgens früh bis abends spät,
das fällt mir schwer.

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5. So viele Gründe

„Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!“ (Phil 4,4)
Soll ich mich auf Kommando freuen? Auch wenn ich mich gar nicht danach fühle? Wäre das nicht aufgesetzt? Nein, ehrlich will ich schon bleiben. Aber danken kann ich immer. 
Und manchmal kommt die Freude dann von selbst.

Es gibt so viele Gründe, sich zu freun.
Es gibt so viele Gründe, dankbar zu sein.
Öffne mir meine Augen, dass ich sie seh,
und dass ich frohen Herzens meinen Weg mit dir geh.

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6. Plötzlich ausgeruht

Manchmal denke ich mir, Gott hat die Mahlzeiten erfunden, damit wir ein paarmal am Tag innehalten und uns bewusst werden, wie beschenkt wir sind und wie gut es Gott mit uns meint. 

„Wie schmeckt’s,” sagst du
und schaust mir zu,
wie ich am Küchentisch
zwischen Brot und Fisch
nicht grad bester Dinge
mein Abendbrot verschlinge.

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7. Von allen Seiten

„Ich habe dich in meine Hand geschrieben, du bist mein.“ (Jes 49,16)
Ein Lied, das mich daran erinnert, dass ich immer und überall von seiner Liebe umgeben bin.

Manchmal spür ich dich
fast körperlich,
wie du neben mir stehst
und mich anschaust.
Mein lieber Freund,
der es gut mit mir meint,
und der du mir so einiges zutraust.

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8. Brannte uns nicht das Herz?

„Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete?“ (Lk 24,32)
Die Geschichte der Emmaus-Jünger ist eine Geschichte von Menschen, die ihre Erlebnisse miteinander teilen und dazu die Bibel lesen. Dieses „brennende Herz“ ist ein Bild dafür, wie Gott unsere Herzen berührt, wenn wir ihn in unserem Leben zu Wort kommen lassen. 

Als er mit uns ging, — brannte uns nicht das Herz,
und zu fragen anfing, — brannte uns nicht das Herz.
Wie aufmerksam er uns zuhörte,
wie neu er uns die Schriften erklärte,
voll Mitgefühl für unsern Schmerz — brannte uns nicht das Herz.

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9. Wow, was für eine Frau

„Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.“ (Gal 3,28)
Es gibt in der Geschichte immer wieder Beispiele dafür, wie auch durch den Glauben und durch Gebete scheinbar unüberwindbare Mauern eingerissen wurden: Von den Mauern Jerichos über die Mauern der Apartheid bis hin zur Berliner Mauer. 
Die Trennung der Geschlechter in der katholischen Kirche ist für mich eine Mauer, die noch steht.
Bis heute scheint die Frau ein Mensch zweiter Klasse zu sein. Viele Frauen sind dagegen aufgestanden. Eine davon war Mary Ward, die im 17. Jahrhundert den weiblichen Jesuitenorden gründen wollte. 
Es hat mehr als 300 Jahre gedauert, bis ihr Orden 2003 vom Papst offiziell anerkannt wurde. 
Ein Lied über Mary Ward – und was sie uns heute zu sagen hat. 

Wow, was für eine Frau!
Was Gottes Wille war, wusste sie genau.
Unbeirrt folgte sie ihrer Vision,
das war ihre Sehnsucht, das war ihre Passion.

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10. Alles meinem Gott zu Ehren

Dieses Lied ist von einem alten Kirchenlied inspiriert, das Georg Thurmair 1963 weitergeschrieben hat. Der Autor der ersten Strophe, deren Text ich übernommen habe, ist nicht bekannt. Thurmair’s Weiterführung war für mich der Impuls, den Text für mein eigenes Leben zu entfalten.

Alles meinem Gott zu Ehren,
in der Arbeit, in der Ruh.
Gottes Lob und Ehr zu mehren
ich verlang und alles tu.
Meinem Gott nur will ich geben
Leib und Seel, mein ganzes Leben.
Gib, oh Jesu, Gnad dazu,
gib Gnade dazu.

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