13. Schau mich an

Mich selbst in meiner Unvollkommenheit wahrzunehmen und anzunehmen, fällt mir oft schwer. Mein altes, verstimmtes Akkordeon hilft mir manchmal dabei, weil es gar nicht perfekt und doch so voller Leben ist.

Manchmal hab ich richtig Lust, ein Schwein zu sein.
Manchmal hab ich richtig Lust, mal richtig gemein zu sein.
Aber meistens trau ich mich nicht.
Doch ich weiß ganz genau um mein böses Gesicht.

Schau mich an, so wie ich bin.
Du weißt es ja sowieso: Ich bin eine Sünderin.
Schau mich an, so wie ich bin.
Du weißt es ja sowieso: Ich bin eine Sünderin.

Manchmal hab ich keine Lust mehr, brav zu sein.
Manchmal hab ich keine Lust mehr, wie ein Schaf zu sein,
eine, die die andern immer schont,
denn ich weiß genau, dass in mir eine Wölfin wohnt.

Schau mich an …

Du kennst sie, all die finst´ren Emotionen,
die im Sumpf meiner Seele wohnen.
Du kennst sie, all die Widerwärtigkeiten,
die sich da tummeln schon seit langen Zeiten.

Schau mich an, ich stell mich in dein Licht,
denn vor deinem Blick fürchte ich mich nicht.
Schau mich an, ich stell mich in dein Licht,
denn ich weiß ganz genau: Du verurteilst mich nicht.

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