6. Kleine Lichter

„Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; es ist zwar kleiner als alle Arten von Samen, wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als die Kräuter und wird ein Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.“ (Matthäus 13, 31-32)

Gott liebt die kleinen Lichter, das weiß ich ganz genau.
Das ist ja offensichtlich, wenn ich zum Himmel schau:
eine Sonne und ein Mond, die dort wohnen,
und Sterne: Millionen, Millionen. Weiterlesen

7. Es ist mir alles zu viel

Als ich mich am Ende meiner Exerzitien über den vollen Terminkalender beklagte, der zu Hause auf mich wartete, sagte die geistliche Begleiterin ganz trocken zu mir: „Ja, wer schreibt denn das alles da rein?“

Es ist mir alles, alles, alles zu viel.
Das ist nicht das Leben, das ich leben will.
Es ist mir alles, alles, alles viel zu viel,
viel zu viel, viel zu viel. Weiterlesen

8. Verzeih

„Liebe Gott von ganzem Herzen, mit deiner ganzer Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken und deinen Nächsten wie dich selbst.“ (Lukas 10,26-27)
Gottesliebe, Nächstenliebe und Selbstliebe müssen in einer Balance stehen, damit unsere Seele gesund bleibt. Vor vielen Jahren hörte ich eine Predigt über diese Bibelstelle. Der Prediger forderte dazu auf, sich zu fragen, welche Liebe in unserm Leben zu kurz kommt, und er empfahl, für diese Vernachlässigung um Vergebung zu bitten. Daraus ist dieses Lied entstanden.

Du stehst mir nah, mehr als sonst irgendwer.
Doch nah bei dir zu sein fällt mir so schwer.
Man könnte fast meinen, du wärst mir egal.
Was du fühlst und brauchst int´ressiert mich nur marginal. Weiterlesen

9. Auf dem Wasser gehn

Über die Erzählung von der Stillung des Seesturms (Markus 4,35-41) habe ich schon einmal ein Lied geschrieben: Es ist auf der CD „ans licht“ und hat den Titel „Stille den Sturm“. Dieses Lied scheint mir wie eine Fortsetzung dazu.

Ich höre deinen Ruf und trau meinen Ohren nicht.
Ich sehe deinen Blick und verberge mein Gesicht.
Ich spür deine Hand auf mir
und entziehe mich dir. Weiterlesen

10. Befreiung

Innere Stimmen können im Leben große Macht ausüben. Sie können isolieren und Menschen dazu bringen, sich selbst Schmerz zuzufügen. Jesus weist diesen zerstörerischen Kräften einen deutlichen Platz zu.
Dieses Lied interpretiert die Geschichte von der Heilung des Besessenen vor Gerasa, der von vielen Dämonen gequält wurde. Jesus befreit ihn, und die Dämonen fahren in eine Schweineherde, die daraufhin in einen See stürzt und ertrinkt. (Markus 5,1 ff)

Da sitzt er auf dem Stein und ist frei,
als wäre überhaupt nichts dabei.
Gelassen und entspannt,
ich hätte ihn fast nicht erkannt. Weiterlesen

11. Ja, ich glaub an Wunder

In Kapitel 9 des Matthäusevangeliums wird von einer ganze Reihe von Heilungen berichtet: Blinde sehen, ein Gelähmter kann wieder gehen, ein Stummer sprechen, ein Mädchen kehrt vom Tod zum Leben zurück, eine Frau wird von Blutungen befreit. Am Ende fasst der Evangelist in Vers 35 zusammen: „Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden.“
Was heißt das für mich heute? Gott will uns von unserer Sprachlosigkeit, unseren Lähmungen und unserer blinden Flecken befreien. Er will nicht, dass wir ausbluten, er will, dass wir leben.

Ja, ich glaub an Wunder, auch heute, hier und jetzt,
und dass du alles heilen kannst, was zerbrochen ist und verletzt.
Denn da, wo du bist, werden Menschen gesund,
wird heil, was krank ist und wund, Weiterlesen

12. Herz-Los

„Unruhig ist mein Herz, bis es Ruhe findet in dir.“ (Aurelius Augustinus)
Das ist von der Zeit des Kirchenvaters Augustinus bis heute wohl das Los unseres Herzens.

Wie die meisten Menschen, die auf Erden geborn,
hab´ ich immer wieder mein Herz verlorn.
Immer wieder, immer wieder mein Herz verlorn. Weiterlesen

13. Bist du wirklich auf meiner Seite?

Psalm 42,10-11: „Ich sage zu Gott, meinem Fels: „Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich trauernd umhergehen, von meinem Feind bedrängt? Wie ein Stechen in meinen Gliedern ist für mich der Hohn der Bedränger; denn sie rufen mir ständig zu: „Wo ist nun dein Gott?““
Ein Lied über das Zweifeln.

Bist du wirklich auf meiner Seite?   
Bist du wirklich für mich?
An Tagen wie heute würde ich am liebsten das Weite
suchen, doch stattdessen such ich dich. Weiterlesen

14. Pilgerlied (Auf dem Weg)

Das Titellied zur CD „Auf dem Weg“ ist von meiner Pilgerreise auf dem Ökumenischen Pilgerweg inspiriert. Auf dem Pilger- und auf dem Lebensweg beschäftigen mich die gleichen Fragen: Wo gehe ich hin? Was trage ich mit mir herum? Wie treffe ich Entscheidungen?
Wie gehe ich mit meinen Ängsten und Sorgen um?

Und so bleibe ich auf dem Weg,
den mich dein Heil´ger Geist leitet.
Schließ´ alle Sinne auf und überleg,
was dir wohl Freude bereitet. Weiterlesen

15. Nur für heute

Dieses Lied verdanke ich der Begegnung mit einer krebskranken Frau, die ich im Rahmen meiner Arbeit als Psychoonkologin begleitet habe.
Einige dieser schwer kranken Patientinnen wurden im Laufe der Zeit Meisterinnen darin, was Jesus seine Jünger gelehrt hat: „Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.“ (Matthäus 6,34)

Nur für heute bitte ich um deinen Segen,
nur für heute um Geleit auf meinen Wegen.
Nur für heute, nur für diesen einen meiner Tage,
denn der morgige hat wieder seine eig´ne Plage. Weiterlesen