11. Ja, ich glaub an Wunder

In Kapitel 9 des Matthäusevangeliums wird von einer ganze Reihe von Heilungen berichtet: Blinde sehen, ein Gelähmter kann wieder gehen, ein Stummer sprechen, ein Mädchen kehrt vom Tod zum Leben zurück, eine Frau wird von Blutungen befreit. Am Ende fasst der Evangelist in Vers 35 zusammen: „Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden.“
Was heißt das für mich heute? Gott will uns von unserer Sprachlosigkeit, unseren Lähmungen und unserer blinden Flecken befreien. Er will nicht, dass wir ausbluten, er will, dass wir leben.

Ja, ich glaub an Wunder, auch heute, hier und jetzt,
und dass du alles heilen kannst, was zerbrochen ist und verletzt.
Denn da, wo du bist, werden Menschen gesund,
wird heil, was krank ist und wund, Weiterlesen

12. Herz-Los

„Unruhig ist mein Herz, bis es Ruhe findet in dir.“ (Aurelius Augustinus)
Das ist von der Zeit des Kirchenvaters Augustinus bis heute wohl das Los unseres Herzens.

Wie die meisten Menschen, die auf Erden geborn,
hab´ ich immer wieder mein Herz verlorn.
Immer wieder, immer wieder mein Herz verlorn. Weiterlesen

13. Bist du wirklich auf meiner Seite?

Psalm 42,10-11: „Ich sage zu Gott, meinem Fels: „Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich trauernd umhergehen, von meinem Feind bedrängt? Wie ein Stechen in meinen Gliedern ist für mich der Hohn der Bedränger; denn sie rufen mir ständig zu: „Wo ist nun dein Gott?““
Ein Lied über das Zweifeln.

Bist du wirklich auf meiner Seite?   
Bist du wirklich für mich?
An Tagen wie heute würde ich am liebsten das Weite
suchen, doch stattdessen such ich dich. Weiterlesen

14. Pilgerlied (Auf dem Weg)

Das Titellied zur CD „Auf dem Weg“ ist von meiner Pilgerreise auf dem Ökumenischen Pilgerweg inspiriert. Auf dem Pilger- und auf dem Lebensweg beschäftigen mich die gleichen Fragen: Wo gehe ich hin? Was trage ich mit mir herum? Wie treffe ich Entscheidungen?
Wie gehe ich mit meinen Ängsten und Sorgen um?

Und so bleibe ich auf dem Weg,
den mich dein Heil´ger Geist leitet.
Schließ´ alle Sinne auf und überleg,
was dir wohl Freude bereitet. Weiterlesen

15. Nur für heute

Dieses Lied verdanke ich der Begegnung mit einer krebskranken Frau, die ich im Rahmen meiner Arbeit als Psychoonkologin begleitet habe.
Einige dieser schwer kranken Patientinnen wurden im Laufe der Zeit Meisterinnen darin, was Jesus seine Jünger gelehrt hat: „Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.“ (Matthäus 6,34)

Nur für heute bitte ich um deinen Segen,
nur für heute um Geleit auf meinen Wegen.
Nur für heute, nur für diesen einen meiner Tage,
denn der morgige hat wieder seine eig´ne Plage. Weiterlesen

1. Da sitzt ein neues Lied auf meinem Klavier

“Singt dem Herrn ein neues Lied.“ (Psalm 98,1)

Da sitzt ein neues Lied auf meinem Klavier
und blinzelt neugierig ins Zimmer.
Völlig überraschend kam es zu mir,
unangemeldet – wie immer. Weiterlesen

2. Eine neue Perspektive

Manche Lasten, die ich mir auferlegen lasse, sind nicht von Gott.
Immer wieder nach seinem Willen zu fragen, kann mich davor schützen unter einem falschen Joch zu laufen.

Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid,
kommt zu mir, nehmt euch die Zeit.
Ich will euch Ruhe geben.
Kommt zu mir, die ihr auf dem Zahnfleisch robbt, Weiterlesen

3. In deinem Licht

“Niemand täusche sich selbst! Glaubt jemand unter euch, weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Tor, um ein Weiser zu werden. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. In den heiligen Schriften heißt es: Gott fängt die Klugen im Netz ihrer eigenen Schlauheit. Und es heißt auch: Gott kennt die Gedanken der Weisen und weiß, dass sie eitel sind.“
(1. Kor 18-20)

Weisheit bei Menschen ist Torheit bei Gott.
Es ist nicht der Kluge, den er ehrt.
Im Gegenteil, er hat mit ihm seine Not,
weil er so selten auf ihn hört. Weiterlesen

4. Vater im Himmel

Ein Gebet für alle, deren irdische Väter es ihnen – aus welchen Gründen auch immer – schwer gemacht haben, sich von ihrem himmlischen Vater lieben zu lassen.

Er hat nie einen Mann Vater genannt.
Das Gefühl, Sohn zu sein, hat er nie gekannt.
Da war niemanden, der ihn auch nur bemerkte,
geschweige denn ihm dem Rücken stärkte. Weiterlesen

5. Stille den Sturm

Es tröstet mich, dass die Menschen, die mit Jesus gelebt haben, das Vertrauen auch erst lernen mussten, indem sie mit ihm in Stürme geraten sind (siehe Mk 4,35-41).

Stille den Sturm! Glätte die Wogen!
Rette mich vor dem Untergehn!
Du hast mich schon oft aus dem Wasser gezogen,
doch im Augenblick ist keine Rettung zu sehn. Weiterlesen